Titelschriftzug 'Der Letzte seines Standes?'
Der Schmied
aus Böhmen
Inhalt
Schmied-Bild

Alfred Habermann, aus Böhmen stammend, ist einer der Großen seiner Zunft, ein Schmied wie aus dem Bilderbuch. Steht er nicht an der Esse, reist er durch die Welt, um die alten Techniken des Schmiedehandwerks zu unterrichten und dafür zu werben, dass die Schmiedekunst wieder Einzug in die Architektur hält.

Es ist rund 2.500 Jahre her, dass es erstmals in Europa gelang, schmiedbares Eisen herzustellen. Seit dieser Zeit hat jede Schmiedewerkstatt eine große Feuerstelle, einen Amboss und einen Meister, der mit der Kraft seiner Arme glühendes Eisen schmiedet. Daran haben auch modernste Maschinen nichts geändert.

Kaum ein anderes Handwerk sieht so leicht aus und erfordert doch sehr viel Übung. Nicht Theorie, sondern jahrelange Erfahrung befähigt den Schmied, den Hammer so sicher zu führen, wie der Geiger seinen Bogen. Erst nach einiger Zeit erkennt er an der Farbe seines Werkstücks die Temperatur. Und das ist wichtig: Denn wenn die Schweißtemperatur erreicht ist, muss das Eisen sofort aus dem Feuer, sonst verbrennt es.

Die große Kunst in diesem Handwerk besteht denn auch darin, in der kurzen Zeit, in der das Eisen richtig heiß ist, die Form exakt so herauszuarbeiten, wie man sie sich vorgestellt hat. Das erfordert wohl dosierte Kraft und ein sicheres Auge. Denn wird das Werkstück wieder und wieder ins Feuer gelegt, beginnt es spröde zu werden und bricht leicht.

Der Schmied war über viele Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil jeder menschlichen Siedlung. Alles was mit Metallbearbeitung und Metallgüterherstellung zu tun hatte, vom Nagel bis zum Schwert, war Sache des Schmieds. Viele andere Handwerksberufe brauchten ihn bei ihrer Arbeit, zum Beispiel der Wagner für die Lauffläche seiner Räder.



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