Titelschriftzug 'Der Letzte seines Standes?'
Der Steindrucker
aus Erfurt
Inhalt
Steindrucker-Bild

Der Steindruck, auch Lithographie genannt, wurde 1798 von Alois Senefelder in München erfunden. Im Gegensatz zu den bis dahin bekannten Druckprinzipien Hochdruck (z.B. Holzschnitt ) und Tiefdruck ( z.B. Kupferstich ) beruht er nicht auf einem Relief, um druckende und nichtdruckende Partien zu trennen, sondern auf dem Gegensatz von Fett und Wasser:

Wird eine saugfähige Oberfläche mit fetthaltigem Zeichenmaterial (spezielle Tusche, Kreide u.a.m.) bezeichnet, mit Wasser angefeuchtet und mit fetter Druckfarbe eingewalzt, so kann diese nur an den bezeichneten, fetten Stellen haften, an den angefeuchteten wird sie abgestoßen. Als einziges geeignetes Material für die Druckform erwies sich der Solnhofener Plattenkalk aus dem Altmühltal im mittelfränkisch-bayrischen Grenzgebiet.

Der im thüringischen Erfurt lebende Ernst August Zimmermann ist Steindrucker und Lithograph in einer Person. Zuerst werden die Steine vorbereitet für die eigentliche Zeichnung. Diese Vorbereitung unterscheidet sich je nach angewendeter Zeichentechnik und geschieht somit nach Wunsch des Künstlers bzw Lithographen. Nach dem Auftragen der Zeichnung wird der Stein für den Druck vorbereitet und mittels einer Handpresse wird das Bild aufs Papier gebracht.



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