Titelschriftzug 'Der Letzte seines Standes?'
Der Zapfensteiger
aus Thüringen
Inhalt
Zapfensteiger-Bild

Der Film begleitet den dienstältesten Zapfenpflücker Deutschlands Hans Delle und seinen Sohn Axel durch die Jahreszeiten. Samenernte, das ist ihr Beruf. Angestellt in der Thüringer Staatsdarre in Fischbach bei Gotha ist der Thüringer Wald ihr Revier.

Um an fruchtbares Saatgut zu kommen müssen die beiden hoch hinauf in die Baumkrone. Mit Hilfe von Steigeisen, Sicherungsgeschirr und speziellen Seilklettertechniken steigen sie bis zu 40 Meter hoch um an das wertvolle Saatgut zu gelangen. Durch ein Halteseil gesichert machen sie sich an die Arbeit. Mit einer teleskopartig verlängerten Zange greifen sie sich die schweren Zweige, an denen hunderte fette Zapfen hängen. Vorsichtig werden sie abgepflückt und in einem Sack verstaut. Die quälende Kletterei ist notwendig. Man könne nicht warten, bis die Zapfen von allein auf die Erde fallen, denn dann seien die Zapfen ausgereift und hätten ihre wertvollen Samen längst in alle Winde verstreut oder wären von Tieren gefressen worden.

Nach der Ernte werden die Zapfen auf gut durchlüfteten Zwischenböden, fein säuberlich nach Sorten und Herkunft getrennt, mehrere Wochen zum trocknen ausgebreitet. Dabei können sich schonmal die Schuppen der Zapfen weiten. Zum Ausklängen der Samen werden die Zapfen anschließend in dem sogenannten Darrofen 2-3 Tage bei mäßigen Temperaturen erhitzt, damit die Schuppen aufplatzen und so besser ihre Samen freigeben.

Nur Samen von ausgewählten Baumbeständen mit absolut sicherem Herkunftsnachweis dürfen wieder für die Aussaat benutzt werden. Bei kühlen Temperaturen halten sie sich bis zu 10 Jahren.



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seit 23.02.2007